Im modernen Ingenieurbau tragen Gründungssohlplatten von Hochhäusern, gewerbliche Wasserbecken und erdberührte Bauteile unter Grundwasserdruck immense Lasten. Zwei Zielgrößen stehen dabei im Fokus: die Maximierung der Druckfestigkeit und der dauerhafte Ausschluss von kapillarem Wassereintritt. Der Versuch, die Verarbeitbarkeit (Konsistenz/Ausbreitmaß) auf der Baustelle durch bloße Wasserzugabe zu steigern, schwächt die Zementsteinmatrix irreparabel: Es entstehen unzählige Kapillarporen, die sowohl die Tragfähigkeit reduzieren als auch dem Wasser ungehinderten Durchtritt ermöglichen.
Die Lösung: Wasserreduzierende Polymere und porenschließende Kristallisation
Eine hohe Verdichtung bei gleichzeitig niedrigem Wasser-Zement-Wert (w/z-Wert) erfordert eine gezielte betonchemische Steuerung:
- Maximale mechanische Festigkeit und Fließfähigkeit: Für hochbelastete Bauteile und selbstverdichtenden Beton (SVB / SCC) ist der Einsatz von DAUMIX ULTRAFLOW auf Basis modernster Polycarboxylatether-Technologie (PCE) der ingenieurtechnische Standard. Konform mit EN 934-2 (Tabelle 3.1 und 3.2), reduziert dieses Hochleistungsfließmittel den Wasseranspruch um 25 bis 35 %, optimiert die Rheologie und steigert Früh- wie Enddruckfestigkeiten signifikant.
- Selbstheilende integrale Dichtigkeit: Direkt im Transportbetonmischer dosiert, reagiert DAUMIX KRISTALIZER mit den chemischen Verbindungen der Zementhydratation. Es bildet unlösliche, mikroskopische Kristallstrukturen in den Kapillarporen aus, die den Betonquerschnitt dauerhaft gegen hydrostatischen Druck abdichten. Gemäß EN 934-2 (Tabelle 9) verfügt dieses System über eine autogene Selbstheilungskraft: Bilden sich im Bauteil spätere Schwind- oder Mikrorisse, wird die Kristallneubildung bei erneutem Feuchtigkeitskontakt reaktiviert und verschließt den Rissquerschnitt selbsttätig.


