Witterungsbedingungen greifen unmittelbar in die Reaktionskinetik des Frischbetons ein. Beim Betonieren unter winterlichen Frostbedingungen gefriert das Anmachwasser, die Hydratationsreaktion bricht ab und das Gefüge erleidet irreversible Frostschäden. Umgekehrt beschleunigt sich die Hydratation an heißen Sommertagen oder bei massigen Bauteilen (wie Talsperren, Brückenpfeilern und massiven Sohlplatten) drastisch: Das Ansteifen erfolgt unkontrolliert schnell. Dies führt zu Gefügeschwächungen durch Kaltfugen (Arbeitsfugen) und durch die massive Hydratationswärmeentwicklung zu thermischen Schwindrissen tief im Kern.


